SPD Schwarzenbek

Sozial. Gerecht. Vor Ort.

3. August 2018

Allgemein/Partei
Horst Gehrke — Nachruf

Die SPD-Schwar­zen­bek trau­ert um Horst Gehr­ke. Er war seit fast 50 Jah­ren SPD-Mit­glied und setz­te sich stets für sei­ne Mit­men­schen ein, sei es als ehe­ma­li­ger Mit­ar­bei­ter im Bau­amt der Stadt Schwar­zen­bek, als Stadt­ver­ord­ne­ter oder als Fir­men­in­ha­ber. In die­ser Funk­ti­on hat­te er stets auch das Wohl jun­ger Men­schen im Blick, denen der Start ins Berufs­le­ben nicht so leicht fiel. Die Bezeich­nung „Urge­stein“ passt zu ihm wie wohl nur zu Weni­gen und wür­de ihm sicher gefal­len.

Denn Stei­ne beglei­te­ten sei­nen Lebens- und Berufs­weg stän­dig.  Für ihn waren es kei­ne toten Din­ge, son­dern er hat­te einen beson­de­ren Blick dafür, was sich dar­aus gestal­ten ließ. So bau­te er Häu­ser aus Natur­stei­nen, erfreu­te vie­le Mit­men­schen durch ganz beson­de­re, ein­zig­ar­ti­ge Ter­ras­sen, Feld­stein­mau­ern, Spru­del­stei­ne, Was­ser­läu­fe oder ande­re ganz indi­vi­du­el­le Krea­tio­nen. Er steck­te vol­ler Ide­en und hat­te auch für ande­re Mate­ria­li­en eine künst­le­ri­sche Ader. So fer­tig­te er z.B. auch Lam­pen im Tif­fa­ny-Stil.

Auf gesel­li­gen Bei­sam­men­sein war er oft der Mit­tel­punkt und ver­blüff­te die Anwe­sen­den hin und wie­der mit Kar­ten- und Zau­ber­tricks. Trotz schwe­rer per­sön­li­cher Schick­sals­schlä­ge – er ver­lor zwei Kin­der auf schreck­li­che Wei­se – war er ein posi­tiv den­ken­der Mensch, immer hilfs­be­reit, mit viel Lie­be zur Natur und den Tie­ren. So war es auch typisch für ihn, dass er bei der Gar­ten­ge­stal­tung für sei­ne Kun­den die zu ent­fer­nen­den Bäu­me, Büsche oder Stau­den nicht ein­fach ver­nich­te­te, son­dern so man­che Pflan­ze ret­te­te, indem er ihr auf dem eige­nen Grund­stück einen Platz zum Wach­sen such­te.

Als Zeug­nis­se sei­nes Schaf­fens kön­nen im öffent­li­chen Raum bei­spiels­wei­se der Natur­stein­brun­nen auf dem Alten Markt sowie beim Amts­rich­ter­haus der Gedenk­stein an den Sozi­al­de­mo­kra­ten Ernst Sche­fe, der 1944 im KZ Neu­en­gam­me umkam, genannt wer­den. Trotz sei­ner uner­müd­li­chen Schaf­fens­freu­de war Horst Gehr­ke auch ein Fami­li­en­mensch, der stets auch das Wohl sei­ner Toch­ter Hil­ke mit ihrem Mann und den Kin­dern, sei­nen Enkel­kin­dern, im Auge hat­te.

Alle, die Horst Gehr­ke kann­ten, wer­den die­sen auf­rech­ten Sozi­al­de­mo­kra­ten mit so vie­len Talen­ten, mit Ecken und Kan­ten und einem gro­ßen Her­zen nicht ver­ges­sen.

 

Sigrid Binder

Schlagwörter: ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.